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Synthetische Diamanten

Die häufigste uns gestellte Frage ist, ob im Atelier STOESS synthetische von natürlichen Diamanten unterschieden werden können. Die Antwort vorab: Ja! Die Frage, ob ein Diamant natürlichen Ursprungs sein sollte oder im Labor gewachsen sein darf, ist diskutabel. Auf den ersten Blick scheint die Antwort einfach – schließlich sehen beide Varianten identisch aus. Doch hinter der optischen Gleichheit verbergen sich zwei grundverschiedene Geschichten, die mehr über Werte, Herkunft und langfristige Bedeutung aussagen als über das Funkeln selbst.


Ursprung: Milliarden Jahre vs. wenige Wochen

Der fundamentale Unterschied liegt in der Entstehung. Natürliche Diamanten bilden sich tief im Erdinneren unter extremem Druck und Hitze über Zeiträume von Millionen bis Milliarden Jahren. Erst durch geologische Prozesse gelangen sie an die Oberfläche und werden dort entdeckt und gefördert.

Synthetische Diamanten – oft „Lab Grown Diamonds“ genannt – entstehen hingegen unter kontrollierten Bedingungen im Labor. Zwei Verfahren dominieren: das Hochdruck-Hochtemperatur-Verfahren (HPHT) und die chemische Gasphasenabscheidung (CVD). Beide simulieren die natürlichen Bedingungen und ermöglichen die Entstehung eines Diamanten innerhalb weniger Wochen oder Monate. Damit wird ein Prozess, der in der Natur Jahrmillionen dauert, auf industrielle Zeiträume komprimiert – mit identischem Ergebnis auf materieller Ebene.

Nachhaltigkeit

Vor dem Hintergrund der Nachhaltigkeit zeigen sich differenzierte Vor- und Nachteile beider Diamantarten. Der Abbau natürlicher Diamanten greift häufig stark in Ökosysteme ein, da große Mengen an Erde, Wasser und Energie benötigt werden. Gleichzeitig besitzen Naturdiamanten eine natürliche Seltenheit und lange Lebensdauer, was sie zu langfristig wertstabilen Gütern macht.

Synthetische Diamanten verzichten auf Bergbau und verursachen deutlich weniger Landschaftsschäden sowie geringeren Wasserverbrauch. Allerdings ist ihre Herstellung energieintensiv, sodass die CO₂-Bilanz stark von der verwendeten Energiequelle abhängt.

Die allermeistern Diamantsynthesen stammen aus China. Derzeit stammt die Energie dort inklusive Verkehr und Wärme zu gut 60% aus Kohle, ca. 20% aus Öl und 9% aus Gas. Die übrigen ca. 11% verteilen sich auf Atomenergie und erneuerbare Energiequellen (Quelle: US Energy Information Administration)

Insgesamt hängt die nachhaltige Bewertung daher weniger von der Art des Diamanten allein ab, sondern zunehmend von Transparenz, Herkunft und verantwortungsvoller Produktion.

Erkennen von Synthesen

Leider liest man immer wieder, dass die Unterscheidung von synthetischen und natürlichen Diamanten schwierig sei oder nicht möglich. Das ist nicht richtig. Experten können – auch unsere Gemmologen im Atelier STOESS – zweifelsfrei die Unterschiede erkennen und attestieren.

Stimmen aus dem Atelier

„Im Atelier STOESS vertrauen wir auf die Vollkommenheit von Naturdiamanten – weil das Original besser ist als eine Kopie.“

Wolfgang A. Stoess
Gemmologe und Diamantexperte

Die Magie natürlicher Diamanten

Ein natürlicher Diamant ist weit mehr als ein Edelstein – er ist ein einzigartiges Zeugnis unserer Erdgeschichte. Entstanden über Millionen von Jahren tief im Inneren der Erde und geformt unter extremem Druck, erzählt jeder Stein seine eigene, unverwechselbare Geschichte. Gerade diese außergewöhnliche Herkunft macht Naturdiamanten so faszinierend und begehrt.

Wissenswertes

  • Wortursprung: „adamas“ = der Unbezwingbare
  • Härte: härtestes natürliches Mineral, ca. 140 x härter als Saphire und Rubine
  • Entstehung: vor Hunderten von Millionen bis Milliarden Jahren, 150 bis 300 Kilometer unter der Edkruste
  • Größte Vorkommen: Südafrika, Botswana, Namibia, Kanada, Russland, Australien
  • Bewertung: 4 C`s = Carat (Karatgewicht), Colour (Farbe), Clarity (Reinheit), Cut (Schliffqualität)
  • Farbe: neben weißen Diamanten gibt es Diamanten in allen Farben = „fantasiefarbene Diamanten“ oder auch „fancy diamonds“
  • Seltenste Farben: Rot, Grün, Blau und Rosa
  • Größter geschliffene Diamant: „Golden Jubilee“ mit 545,6 Karat in den thailändichen Kronjuwelen
  • Teuerste je verkaufte Diamant: „Pink Star“ (59,6 Karat) mit 71,2 Millionen US-Dollar im Jahr 2013

Videoratgeber zum Kauf eines Diamanten

Das Gemmologische Institut von Amerika (kurz GIA) gilt weltweit als die Instanz bei der Untersuchung von Diamanten und Ausstellung von anerkannten Zertifikaten. In diesem Videoratgeber erfahren Sie alles Wissenswerte, was es beim Kauf eines Diamanten zu beachen gilt.

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Mehr Informationen

 


Preisunterschiede

Der Preis für synthetische Diamanten befindet sich seit einigen Jahren aufgrund eines großen Überangebots in einem kontinuierlichen Rückgang. Konkret liegt der Preis für einen synthetischen Diamanten von 1 Karat Größe in sehr guter Schmuckqualität (Farbe G, Reinheit VS) derzeit etwa 85 % bis 90 % unter dem eines vergleichbaren natürlichen Diamanten.

Sowohl Naturdiamanten als auch Diamant-Synthesen haben ihre Daseinsberechtigung, da es für beide eine Abnehmerschafft gibt.

Naturdiamanten

  • Fokus auf Heritage, Vertrauen, Einzigartigkeit
  • Perfekt für: Verlobung, besondere Anlässe und hochwertige Einzelstücke

Diamant-Synthesen

  • Fokus auf Transparenz, Lifestyle, Preis-Leistung, Fashion-Schmuck

Fazit

Beim Kauf eines Diamanten empfiehlt es sich, auf anerkannte Zertifikate zu achten. So erhalten Sie Klarheit über Herkunft und Entstehung. Moderne Block‑Chain‑Lösungen ermöglichen zudem eine lückenlose Rückverfolgung vom Fundort des Rohkristalls bis zum geschliffenen Diamanten – etwa bei Anbietern wie „CanadaMark“. Diese Steine mögen zwar etwas hochpreisiger sein, geben dafür aber Aufschluss über ihre Herkunft.

Ebenso wichtig ist es, Diamanten ausschließlich aus vertrauenswürdigen Quellen zu beziehen. Nur dort stehen moderne Testmethoden zur Verfügung, um natürliche und synthetische Diamanten zuverlässig zu unterscheiden. Im Atelier STOESS ist dies jederzeit gegeben.

Andernfalls besteht die Gefahr, gutgläubig einen nahezu wertlosen synthetischen Diamanten zu erwerben. Zudem können selbst vermeintlich anerkannte Expertisen gefälscht sein – auch hier ist ein wachsames Auge entscheidend.

Sprechen Sie uns gerne an – wir beraten Sie persönlich und transparent



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Häufige Fragen

Was sind synthetische Diamanten?

Synthetische Diamanten sind im Labor gezüchtete Edelsteine, die aus reinem Kohlenstoff bestehen und die gleichen chemischen und physikalischen Eigenschaften wie natürliche Diamanten besitzen.

Kann man synthetische und natürliche Diamanten unterscheiden?

Mit bloßem Auge oder einfachen Prüfgeräten ist kein Unterschied erkennbar. Die sichere Unterscheidung erfolgt ausschließlich mit speziellen gemmologischen Analyseverfahren – so auch im Atelier STOESS.

Was ist der wichtigste Unterschied zu Naturdiamanten?

Naturdiamanten entstehen über Millionen Jahre tief in der Erde – jeder ein Unikat mit eigener Geschichte. Synthetische Diamanten wachsen dagegen in wenigen Wochen im Labor.

Sind synthetische Diamanten nachhaltiger?

Synthetische Diamanten vermeiden klassischen Bergbau und schonen dadurch Landschaften. Gleichzeitig ist ihre Herstellung energieintensiv – weshalb Herkunft und Energiequelle entscheidend bleiben. Auch bei Naturdiamanten gewinnt verantwortungsvoller, transparenter Abbau zunehmend an Bedeutung.

Haben synthetische Diamanten den gleichen Wert wie Naturdiamanten?

Synthetische Diamanten sind deutlich günstiger, unterliegen jedoch stärkeren Preisschwankungen. Naturdiamanten hingegen bewahren durch ihre Seltenheit und natürliche Herkunft ihren Wert und ihre zeitlose Bedeutung

Für wen eignen sich synthetische Diamanten?

Synthetische Diamanten sind eine moderne Option für preisbewusste Entscheidungen. Naturdiamanten hingegen stehen für Beständigkeit, Einzigartigkeit und echte Emotion – sie sind mehr als ein Edelstein: Sie sind ein Stück Geschichte, das Generationen überdauert.

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