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Schmucklexikon

Das Atelier-STOESS-Schmucklexikon

Wissen Sie was eine Punzierung ist? Können Sie sich vorstellen wie der Asscher-Schliff aussieht? Oder wissen Sie, dass der Turmalin der einzige Edelstein ist, den es allen Farben gibt? In unserem Schmucklexikon erklären wir viele Begriffe rund um die Schmuckherstellung, Schliffarten und Fassungen. Auch erfahren Sie, welche Edelsteine sich durch welche Eigenschaften auszeichnen und wo die Vorkommen sind. Ebenso gehen wir auf unterschiedliche Perlen-Arten ein und erklären Ihnen welche Kriterien für die Diamantbewertung eine Rolle spielen.

A – B

Achat

Achate haben eine einzigartige und unverwechselbare Musterung sowie eine beeindruckende Farbvielfalt. Die Farbpalette reicht von gelb, orange und rot, über grün und blau bis hin zu braun, schwarz und weiß. Je nach Art der Musterung werden die Steine gesondert bezeichnet, solche mit konzentrischen Ringen tragen den Namen Augenachat und solche mit fünfstrahliger Form werden als Sternachat bezeichnet. Der Name dieser Quarzvarietät stammt wohlmöglich vom sizilischen Fluss Achates, an dem der griechische Philosoph Theophrastus den ersten Achat gefunden haben soll. Auch in Deutschland gibt es mehrere Fundorte, der bekannteste davon liegt im pfälzischen Idar-Oberstein. Heutige größere Vorkommen sind in Mexiko, Brasilien und Madagaskar.

Akoya-Zuchtperle

Diese schönen, meist weißen oder cremefarbenen Perlen mit ihrem roséfarbenen, gelben oder grünen Oberton (Schimmer) werden meist in Japan gezüchtet. Die Perlen wachsen in den Akoya-Austern im Salzwasser. Sie sind die kleinsten der in Austern gezüchteten Perlen, gerade einmal vier bis zehn, selten bis 13 Millimeter groß. Dafür bestechen sie aber durch ihre fast perfekte runde Form, weswegen sie besonders schön in Ketten und Armbändern zur Geltung kommen. Die Akoyaperle hat das Potenzial zu einem besonders schönen Lüster. Das hängt auch mit der relativ niedrigen Wassertemperatur, die in den Zuchtgebieten herrscht, zusammen. Das führt zu einem langsamen Wachstum und sehr kleinen Kristallen in der Perlmuttschicht, was sich positiv auf die Reflexion des Lichtes und somit den Lüster auswirkt.

Alexandrit

Mineralisch gesehen ist der Alexandrit ein Chrysoberyll. Die Besonderheit des Alexandrits liegt in seinem Farbwechsel, Pleochroismus genannt. Je nach Lichtartwechselt der Stein seine Farbe: grün bei Tageslicht und rot bei Kunstlicht. Seinen Namen verdankt der Alexandrit dem russischen Zar Alexander II, ein Hinweis auf die russische Herkunft des Edelsteins. Die Vorkommen in Russland sind heute nahezu erschöpft. Wichtige Fundorte sind nun in Sri Lanka und Tansania, allerdings haben diese Steine nicht so ein intensives Farbspiel wie der russische Alexandrit. Der Alexandrit ist ein sehr seltener Edelstein, weitaus seltener als Rubin, Saphir und Smaragd.

Almandin

Der Almandin gehört zur Mineralgruppe der Granate und hat eine schöne rote Farbe mit einem Braunstich, weswegen dieser Stein optisch mit dem Rubin und dem roten Turmalin verwechselt werden kann. Der Name des Almandins stammt vermutlich von der antiken Stadt Alabanda (heute türkische Provinz), in der es ein Schleif- und Handelszentrum gegeben haben soll. Das größte Vorkommen liegt heute im Norden Indiens, kleinere Fundstellen sind in Pakistan, Sri Lanka und Thailand.

Amethyst

Charakteristisch für diesen Stein aus der Quarz-Gruppe ist seine blass- bis dunkelviolette Färbung. Der Amethyst ist zwar keine Rarität, aber große und reine Steine, die in Schmuck eingesetzt werden, sind eher selten. Das Mineral galt im antiken Griechenland als Schützer vor Trunkenheit, daher stammt wohl auch der Name: améthystos bedeutet „dem Rausch entgegenwirkend“. Heutige größere Vorkommen sind in Südamerika, aber auch in Nordamerika sowie auf Madagaskar und in Indien.

Aquamarin

Der Aquamarin ist die zartblaue Varietät aus der Mineralgruppe der Berylle. Die wässrig blaue Farbe diesen Steins erinnert an einen Ozean. Ob zartblau oder blaugrün: Der Aquamarin ist in jeder Farbnuance eine echte Schönheit. Die wertvollsten Qualitäten sind jene mit einem reinen, wässrig blauen Farbton, wie sie aus der Mine „Santa Maria“ in Brasilien oder auch im afrikanischen Mosambik vorkommen. Gerade in diesem Zusammenhang verweist sein Name auch auf sein Äußeres: Aqua Marina stammt aus dem Lateinischen und lässt sich mit „Meerwasser“ übersetzen. Größere Vorkommen dieses Minerals der Beryll-Gruppe gibt es in Brasilien, Australien, China, den USA und Indien sowie in einigen afrikanischen Ländern (siehe auch Santa Maria).

Asscher-Schliff

Asscher-SchliffDer vom niederländischen Künstler und Juwelier Joseph Asscher entwickelte Schliff ähnelt mit seinen 74 Facetten sehr dem Smaragd-Schliff. Durch die treppenartigen Facetten und die für Fantasieschliffe typische große Tafel (größte Facette auf dem Oberteil) tritt die Reinheit des Diamanten besonders hervor. Bevorzugt verwendet werden sollten bei der Wahl dieses Schliffs daher Diamanten mit hohem Reinheitsgrad, da Einschlüsse leicht zu erkennen sind.

Aventurin

Der Aventurin – auch Aventurinquarz genannt – gehört zur Mineralgruppe der Quarze und ist beliebt wegen seiner kräftigen grünen Farbe. Es gibt ihn aber auch, wenngleich seltener, in gold- und braunrot-Tönen sowie in blau. Es ist ein opaker (undurchsichtiger) Stein. Charakteristisch sind seine vielen mikrokristallinen Einschlüsse, welche ein starkes Glitzern, eine Art Oberflächenschimmer hervorrufen. Größere Vorkommen liegen in Russland, Brasilien, Indien und Südafrika.

Balkenfassung

Die Balkenfassung ist eine Variante der Kanalfassung. Abwechselnd liegen Stein und Metallstreifen nebeneinander.

Bergkristall

Der Bergkristall gehört nicht nur zur Gruppe der Quarze, sondern ist sogar Quarz in seiner reinsten und transparentesten Form. Er ist gekennzeichnet durch sein farbloses und durchscheinendes Äußeres. Allerdings weisen die meisten Steine Trübungen und Einschlüsse auf, so dass sich nicht jeder als Schmuckstein eignet. Der Name des Bergkristalls kommt vermutlich aus dem Griechischen von „krystallos“ für „Eis“. Der Glaube war verbreitet, dass der Stein für immer eingefroren sei und durch nichts zum Schmelzen gebracht werden könne. Der Bergkristall ist ein sehr häufig vorkommendes Mineral, die Hauptabbaustätten liegen in Myanmar, Brasilien, Madagaskar und den USA.

Bernstein

Der Bernstein ist eine Besonderheit der Natur. Im Gegensatz zu den meisten anderen Edelsteinen gehört er zur Gruppe der organischen Edelsteine, d.h. einer Klasse, die aus lebenden Organismen entstanden ist. Bernstein „verwandelt“ sich aus Baumharz durch einen speziellen Vorgang. Dabei bildet sich der Stein aus dem Harz u.a. durch den Einfluss von Hitze und Druck. Die Farbe des Bernsteins reicht von farblos über weiß, hell- bis goldgelb und orange bis hin zu Rot- und Brauntönen. Begehrt sind Bernsteine besonders, wenn sie eine hohe Transparenz haben und z.B. Einschlüsse von Insekten, Federn und Tierhaaren enthalten. Der am meisten verbreitete Baltische Bernstein lässt sich hauptsächlich in den an die Ostsee grenzenden Länder finden.

Brillant

Brillant-Schliff

Der Brillant bezeichnet die runde Schliffform des Diamanten. Er besteht von der Seite aus betrachtet aus dem Oberteil, der Rundiste und dem Unterteil. Das Oberteil schließt oben mit der sogenannten Tafel ab, die zugleich größte Facette des Brillanten ist. Die Rundiste ist der größte Durchmesser des Brillanten. Das Unterteil läuft nach unten spitz zu und endet mit der sogenannten Kalette, der Spitze. Alle 57 Facetten sind so angeordnet, dass sie das Feuer und die Brillanz des Diamanten am besten zum Vorschein bringen. Fälschlicherweise wird der Brillant häufig als Synonym für Diamant gebraucht (siehe auch Schliff).

C – D

Cabochon

Der Cabochon, auch Mugelschliff genannt, ist die älteste Schliffform. Er hat keinerlei Facetten, sondern eine nach oben mehr oder weniger gewölbte, glatt polierte Fläche. Cabochons können rund oder oval sein. Man unterscheidet Kugelcabochons von Kegelcabochons, die von der Seite betrachtet steil auf eine abgerundete Spitze zulaufen.

Carat

Die Gewichtseinheit für Diamanten ist Carat. Namensgeber ist der Samen des Johannisbrotbaums, der früher zum Wiegen von Diamanten diente. Ein Carat entspricht einem Gewicht von 0,20 Gramm – das Gewicht ist eines der vier Bewertungskriterien des Diamanten (siehe auch Vier C`s).

Chalcedon

Unter Chalcedon versteht man einerseits die Mineralgruppe der mikrokristallinen Quarze, darunter zu finden Achat, Baumstein, eigentlicher Chacledon, Chrysopras, Heliotrop, Holzstein, Jaspis, Karneol, Moosachat, Onyx und Sarder Andererseits ist damit auch der eigentliche Chalcedon an sich gemeint, bekannt für sein transluzentes (durchscheinendes) Erscheinungsbild mit blauweißem bis gräulichen Schimmer. Meist wird dieser als Cabochon geschliffen, eine gerundete mugelige Schliffart ohne Facetten. Seinen Namen hat der Stein vermutlich von der früheren Stadt Chalzedon, heute ein Stadtteil von Istanbul. Die größten Vorkommen liegen in Brasilien, den USA und Indien.

Chaton-Fassung

Die Chaton-Fassung ist eine Kombination der Zargen- und der Krappenfassung. Zusätzlich zu den Krappen gibt es unter dem Stein noch eine kleine Zarge, auf der der Stein aufliegt.

Choker

Ein Choker ist eine Kette, die sich eng um den Hals legt. Namensgeber ist das englische Wort „to choke“ (würgen). Sowohl ein Perlencollier oder eine Gliederkette können als Choker bezeichnet werden. Perlen-Choker bestehen aus annähernd gleich großen Perlen.

Chrysoberyll

Der Chrysoberyll kommt in einer großen Farbvielfalt vor. In reiner Form ist er durchsichtig und farblos, es gibt ihn aber auch in goldenen, grünen, gelben, bräunlichen und roten Tönen. Die wichtigsten Varietäten des Chrysoberylls sind der Alexandrit und das Chrysoberyll-Katzenauge. Aufgrund seines hohen Härtegrads eignet er sich sehr gut als Schmuckstein. Auch die hohe Lichtbrechung und die seltenen Funde in Edelsteinqualität tragen dazu bei, dass der Edelstein überaus wertvoll ist. Der Name des Chrysoberylls stammt aus dem Griechischen „Chrysós“ für Gold. Vorkommen des Chrysoberylls liegen in Afrika und Asien, aber auch in Brasilien.

Chrysopras

Der Chrysopras gehört zur Mineralgruppe der mikrokristallinen Quarze. Er gilt als der wertvollste Stein aus der Gruppe der Chalcedone. Er hat eine hellgrüne, auch apfel- oder smaragdgrüne Farbe, häufig mit schwarzen oder weißen Einschlüssen und ist ein opaker (undurchsichtiger) Edelstein. Die Farbe kann bei zu starker Hitze oder Sonneneinwirkung verblassen. Der Name kommt vom Griechischen „chrysós“ für Gold und „prason“ für Lauch. Die größten Vorkommen liegen in Australien, Madagaskar, Brasilien, Indien, und Polen.

Citrin

Die Farbe des Citrins verdeutlicht die Bedeutung seines Namens, denn die gelbe Farbe lässt schnell an eine Zitrone denken. Die meisten sind blass- bis hellgelb. Es gibt aber auch braunorangene Steine. Der überwiegende Teil der Steine kommt aus Brasilien und Madagaskar. Größere Vorkommen gibt es aber auch in den USA, Bolivien und in Indien. Der Citrin gehört zur Mineralgruppe der Quarze.

Clarity (Reinheit)

Die Reinheit (Clarity) ist eines von vier Bewertungskriterien des Diamanten (siehe vier C´s) und hängt von der Anzahl, Größe und Position der Einschlüsse ab. Dies können nicht auskristallisierte Kohlenstoff-Atome in Form kleiner, schwarzer Pünktchen, Lamellen oder feine Risse sein. Man bezeichnet sie auch als natürlichen Fingerabdruck, der jeden Diamanten einzigartig macht. Den Grad der Reinheit stellt ein Fachmann bei 10-facher Vergrößerung fest. Der eigentliche Reinheitswert reicht von IF (Internally flawless = lupenrein) bis Piqué 3 (deutliche Einschlüsse, mit bloßem Auge erkennbar).

Collier de Chien

Das Collier de Chien ist eine eng anliegende Halskette, im Unterscheid zum Choker aber aus mehreren Reihen bestehend. Es war schon in den 1920er eine sehr beliebte Form der Halskette. Das Collier de Chien kann aus Perlen, Diamanten oder Farbsteinen bestehen.

Colour

Die Farbe ist eines von vier international normierten Bewertungskriterien (siehe auch Vier C`s) bei Diamanten. Die Bewertungsskala reicht von weißen bis deutlich gelb getönten Diamanten. Dafür nutzt man die Buchstaben D (hochfeines Weiß +) bis zum Buchstaben Z (getönt).Von D (hochfeines Weiß+) bis H (Weiß) ist für den Laien nur bei längerer und intensiver Betrachtung unter spezieller Ausleuchtung ein deutlicher Farbunterscheid zu erkennen. Ab der Farbe I (leicht getöntes Weiß) nimmt auch ein Laie die Gelbtönung des Diamanten war. Ist der Diamant noch stärker gelb getönt, zählt er zu den fantasiefarbenen Diamanten, den sogenannten Fancy-Diamonds oder nur Fancys. Auch Diamanten in den Farben Rot, Orange, Grün, Blau, Braun und Schwarz bezeichnet man als Fancy-Diamonds. Diese erreichen aufgrund ihrer Seltenheit auf internationalen Auktionen zum Teil achtstellige Preise.

Cut

Der Schliff ist eines von vier international normierten Bewertungskriterien bei Diamanten (siehe auch vier C´s) und der einzige Beitrag, den der Mensch für die Schönheit des Königs der Edelsteine leisten kann. Der Schliff ist eine Kunst, denn er offenbart den wahren Glanz des Diamanten. Die Meister der Schliffkunst haben für jeden einzelnen Schliff eine eigene Formel mit ganz bestimmten Proportionen kreiert, um so die bestmögliche Brillanz zu erzeugen. Idealerweise reflektiert der Stein die eintretenden Lichtstrahlen so, dass die Einstrahlung zum Betrachter hin wieder austritt und damit ein wunderschönes Farbspiel erzeugt.

Diamant

Der Diamant besteht aus reinem Kohlenstoff und ist das härteste Mineral der Welt. Am bekanntesten sind die transparenten, weißen Diamanten. Weniger bekannt ist, dass es auch farbige, sogenannte fantasiefarbene Diamanten bzw. Fancy Diamonds gibt (mit zunehmender Seltenheit): braun, gelb, pink, blau, grün, orange und rot. Der Name kommt vom griechischen Wort „adamas“ und heißt so viel wie der „Unbezwingbare“. Diamanten sind entgegen dem allgemeinen Glauben gar nicht so selten. Selten sind jedoch jene Diamanten, die Schmuckqualität aufweisen. Dies sind jene Steine mit einem weißen oder nahezu weißen Farbgrad und keinen bzw. nur sehr wenigen Einschlüssen. Die Qualitätsmerkmale werden nach den 4 C‘s bewertet: Cut, Carat, Colour und Clarity, also Schliff, Gewicht, Farbe und Reinheit. Diamanten kommen zwar weltweit vor, Steine mit höherer Qualität stammen aber insbesondere aus Brasilien, Kanada, Indien und China sowie mehreren afrikanischen Ländern. Erfahren Sie hier in unserer Diamant-Broschüre noch mehr!

Diopsid

Der Diopsid gehört zur Mineralklasse der Silikate. Es gibt den Stein in einer großen Farbvielfalt: Am häufigsten kommt grün vor, hierbei auch in vielen Farbnuancen, von hell-, über smaragd- bis dunkelgrün. Ebenso gibt es den Diopsid in Weiß, farblos, Gelbtönen, Grau, Rotbraun, Braun und Schwarz. Deutlich seltener werden auch Diopside in Violett und Blau gefunden. Der Name leitet sich von drei griechischen Begriffen ab: „dis“ für dopplet, „ospis“ für Anblick und „idos“ für Gestalt ab. Der Stein kommt häufig in Nordschweden, Finnland, Österreich und Italien vor, solche in Schmucksteinqualität sind aber eher in Sri Lanka, Brasilien, Madagaskar, Indien und Myanmar zu finden

Diamant Prüflabor (DPL)

Das DPL in Idar-Oberstein ist das erste und einzige Labor in Deutschland, das nach einer ISO-Norm die Kompetenz für die Qualitätsprüfung geschliffener Diamanten hat. Das heißt, geschliffene, ungefasste, natürliche Diamanten ab 0,23ct. werden durch mehrere Graduierer unabhängig voneinander begutachtet. Das Labor nimmt dabei weder Wertbestimmungen vor, noch ist es am Diamanthandel beteiligt.

E – H

Edelberyll

Unter dem Begriff „Edelberyll“ werden alle Farbvarietäten des Berylls zusammengefasst, die nicht als Smaragd oder Aquamarin bezeichnet werden. Das sind der Goldberyll, Heliodor, Goshenit, Morganit sowie der grüne und rote Beryll.

Facette

Eine Facette ist eine plane, angeschliffene Fläche auf einem Edelstein oder Metallkörper. Facetten dienen zur Steigerung des optischen Glanzes und Lichtspiegelung.

Falkenauge

Das Falkenauge hat ein einzigartiges Lichtspiel. Auf seiner typischerweise dunkelblauen, blaugrauen oder blaugrünen Oberfläche schimmert ein Lichtstreifen, der an das Auge eines Falken erinnert. Dieser Effekt, der Chatoyance genannt wird, verändert sich je nach Blickwinkel auf den Stein. Vorkommen sind überwiegend in Südafrika und Westaustralien, aber auch Myanmar, Indien und den USA.

Fancy Colour

Für gewöhnlich werden Diamanten zuerst mit den farblosen, weißen Steinen assoziiert. Dabei kommen Diamanten in fast allen Regenbogenfarben vor: gelb, orange, rot, pink, grün, blau, violett und braun. Wenn die Farbsättigung hoch genug ist, werden diese Steine als fancy coloured, farbige Diamanten oder bloß Fancies bezeichnet. Am seltensten sind die rosafarbenen, blauen, grünen und roten Diamanten. Der derzeit teuerste am Markt gehandelte Diamant ist der Pink Star, ein 59,40ct. großer pinkfarbener und lupenreiner Diamant im Ovalschliff. Für umgerechnet 62 Millionen Euro wurde er im Jahr 2013 in Genf versteigert. Das entspricht einem Preis per Carat von 1,04 Millionen Euro.

Fancy Cut

Unter Fancy Cut fallen alle nicht runden Schliffformen des Diamanten, wie zum Beispiel der Herz-Schliff, der Navette-Schliff oder der Prinzess-Schliff.

Fassung

Hochwertige Schmuckstücke zeichnen sich durch ihren Edelsteinbesatz aus. Ihre Fassungen dienen dazu, den Edelsteinen guten Halt zu bieten und sie besonders zur Geltung zu bringen. Dabei unterscheidet man verschiedene Fassungsarten. Siehe auch Balkenfassung, Chaton-Fassung, eingeriebene Fassung, Kanalfassung, Krappenfassung, Pavé-Fassung und Zargenfassung.

Feueropal

Wie der Name schon sagt, gehört der Feueropal zur Gruppe der Opale. Charakteristisch für diesen Stein ist die leuchtend orange-feuerrote Farbe, welcher er auch seinen Namen verdankt. Trotz der Namensgebung hat der Feueropal aber noch weitere Farbvarietäten zu bieten: von gelblichem Orange bis hin zu Dunkelrot. Am begehrtesten ist jedoch ein intensives Orange. Viele Feueropale sind milchig trüb, die besonders kostbaren Exemplare bestechen durch ihre Klarheit und Transparenz. Das Hauptvorkommen des Feueropals liegt in Mexiko, aber auch u.a. in Brasilien, den USA, in Guatemala, Kanada und Australien gibt es kleinere Gebiete.

Gemmologie

Gemmologie ist die Wissenschaft von Edelsteinen. Im Deutschen nennt man sie Edelsteinkunde. Die Gemmologie befasst sich mit der Bestimmung von Edelsteinen sowie der Unterscheidung natürlicher Edelsteine von Imitationen und Synthesen.

Gemological Institute of America (GIA)

Das GIA ist ein weltweit renommiertes Edelsteinlabor, das Diamanten und Farbedelsteine prüft und hierfür schriftliche Expertisen ausstellt. Die Expertisen des GIA gelten weltweit als die stichhaltigsten Gutachten. Daher sind Edelsteine mit einer GIA-Expertise grundsätzlich etwas hochpreisiger. Diamantzertifikate von GIA, HRD und IGI gelten weltweit als die angesehensten und zuverlässigsten Papiere im Markt.

Gold

Gold ist seit jeher eines der meist geschätzten Edelmetalle. Der Begriff leitet sich vom indogermanischen „ghel“ ab, was „glänzend“ bedeutet. Gemeinsam mit Kupfer gehört es zu den wenigen farbigen Metallen. Gold wird nicht von Luft und Säuren angegriffen, läuft also nicht an. Durch die Legierung mit anderen Metallen können die optischen und mechanischen Eigenschaften von Gold weitgehend verändert werden. Für Schmuck werden üblicherweise Gelbgold, Rosé- und Rotgold sowie Weißgold verwendet. Möglich wären aber auch Blau-, Grau- und Grüngoldlegierungen.

Granat

Der Begriff Granat meint eine große Gruppe von Mineralien, die zur Mineralklasse der Silikate gehören. Bekannt ist der Granat für seine rotbraunen bzw. dunkelroten Varietäten (Almandin und Pyrop). Dabei gibt es den Granat in einem eindrucksvollen Farbspektrum. Der Name des Steins stammt vom Lateinischen „Granum“, was „Korn“ bedeutet und auf sich auf die kornartige Kristallstruktur des Minerals bezieht. Größere Vorkommen liegen in Brasilien, Südafrika, den USA, Thailand und Indien.

Gravur

Eine Gravur ist das Einschneiden von Schriften, Zahlen, Mustern oder Ornamenten in Metallen, Edelsteine oder Glas. Das Wort leitet sich vom französischen „graver“ ab, zu Deutsch „eingraben“. Die hochwertigste Gravur ist eine von Hand mit dem Stichel. Gravuren können aber auch mittels Maschine oder Laser entstehen, sie sind dann aber weniger tief im Metall und dadurch weniger plastisch. Das Atelier STOESS bietet seinen Kunden für jedes Schmuckstück eine individuelle Gravur an.

Heliotrop

Das Besondere am Heliotrop sind die roten Einschlüsse auf hell- oder dunkelgrünem Grund. Diese „Punkte“ haben den Heliotrop zu seinem Spitznamen „Bloodstone“ im englischsprachigen Raum geführt. Der Heliotrop gehört zur Mineralgruppe der Quarze und ist eine Varietät des Chalcedon. Große Vorkommen sind überwiegend in Australien, Brasilien, China, Indien und den USA zu finden.

Herz-Schliff

Herz-Schliff

Der Herz-Schliff ist sehr selten und äußerst komplex zu schleifen. Die Anzahl der Facetten variiert von 56 bis 58. Die Schwierigkeit beim Schliff besteht in der absoluten Symmetrie. Das Feuer des Diamanten im Herzschliff steht dem im Brillantschliff kaum nach.

HRD Antwerp

Der Hoge Raad voor Diamant (Hoher Rat für Diamanten) in Belgien ist weltweit das erste ISO-zertifizierte Analyselabor und weltweit eines der renommiertesten Zertifizierungsstellen für Diamanten. Diamantzertifikate von HRD, GIA und IGI gelten weltweit als die angesehensten und zuverlässigsten Papiere im Markt.

I – K

International Gemological Institute (IGI)

Das IGI ist ein 1975 gegründetes, unabhängiges Gemmologie-Labor mit Hauptsitz in Antwerpen. Es ist eines der größten Labore weltweit, welches sich mit der Zertifizierung von Diamanten und Edelsteinen beschäftigt. Diamantzertifikate von IGI, GIA, und HRD gelten weltweit als die angesehensten und zuverlässigsten Papiere im Markt.

Jaspis

Der Jaspis gehört zur Mineralgruppe der Quarze und ist eine Varietät des Chalcedon. Er verfügt über eine große Farbvielfalt: von gelb über grün, orange, rot bis braun. Feine schwarze und weiße Adern durchziehen die meisten Steine, sodass sie streifig oder gefleckt aussehen. Der Name „gesprenkelter Stein“ ist daher eine treffende griechische Bezeichnung. Die großen Vorkommen liegen in Venezuela, Indien und Australien.

Jörg-Heinz-Schließe

Schließen von Jörg Heinz haben zwei besondere Eigenschaften: Sie sind variantenreich gestaltet und oft als Kugeln oder Schmuckelement in das Collier integriert. Nicht selten werden sie daher gar nicht als Schließe erkannt. Die Mechanik der sogenannten Schmuck- oder Wechselschließen ist genauso simpel wie genial und technisch auf höchstem Niveau. Denn durch eine einfache Druck- und Drehbewegung lässt sich die Schließe leicht öffnen, ist aber im geschlossenen Zustand absolut sicher und gibt der Trägerin ein gutes Tragegefühl.

Kanalfassung

Bei der Kanalfassung wird der Edelstein durch zwei lange, parallel laufende Schienen im Metall gehalten. Innerhalb dieses Kanals reiht sich – wie an einer Linie – ein Stein neben den anderen.

Karabiner

Karabiner sind beliebte Schmuckschließen, die für Ketten und Armbänder verwendet werden. Sie sind in verschiedenen Größen und Goldlegierungen erhältlich. Beim Öffnen wird mit dem Daumen ein kleiner Haken geöffnet, der mittels einer Feder automatisch wieder in seine Ausgangsposition zurückgeht.

Karat

Der Begriff Karat beschreibt den Feingehalt einer Metalllegierung. Bei Goldlegierungen handelt es sich dabei um eine 24-stufige Skala. Dabei entspricht 18 Karat Gold einer Punzierung von 750. Das heißt auf 1000 Gewichtsanteile kommen750 Anteile Gold. Eine 14-karätige Goldlegierung entspricht einer Punzierung von 585, was einem Feingoldanteil von 58,5% entspricht. Die übrigen Bestandteile der Goldlegierung sind zum größten Teil Silber und Kupfer. Karat wird mit „kt.“ abgekürzt.

Karneol

Karneole wurden schon von den Ägyptern als Schmuckstein verwendet. Bekannt ist er für seine orange bis rotweiße Farbe, dabei gibt es ihn auch in Braun- und Rosatönen. Die Herkunft des Namens bezieht sich vermutlich auf ebendieses Orange, da der lateinische Begriff „carne“ mit Fleisch übersetzt wird. Die großen Vorkommen des Karneols sind in Madagaskar, Brasilien, Indien und Uruguay.

Kastenschloss

Das Kastenschloss ist eine Schmuckschließe, die sehr dezent in das Juwel integriert ist. Da sie sich in einem winzigen Kasten aus Metall befindet, tritt sie kaum in Erscheinung und verleiht dadurch der Schönheit des Schmucks mehr Ausdruck. In der Regel wird diese Form des Verschlusses bei Colliers und Armbändern verwendet.

Kissenschliff (engl. „Cushion-Cut“)

Cushion-Schliff

Der Kissenschliff ist eine sehr alte Schliffform, die insbesondere beim Diamanten heute wieder sehr aktuell ist. Einige der eindrucksvollsten Diamanten sind in dieser Form geschliffen worden, wie z.B. der Tiffany Diamant, der wohl bedeutendste gelbe Diamant mit einem Gewicht von 287,42 ct. Beim Kissenschliff hat der Diamant eine rechteckige Grundform mit abgerundeten Ecken. Große Flächen bewirken, dass die Reinheit des Diamanten besonders im Fokus liegt.

Koralle

Korallen gehören als tierisches Lebewesen zur Gattung der Blumentiere oder zur Klasse der Hydrozoa. Die Koralle wächst aus so genannten Korallenbänken und besteht fast ausschließlich aus Kalzium. Das Skelett der Edelkoralle (im Gegensatz zur geringwertigeren Schaumkoralle) wird zu Schmuck verarbeitet. Sie wächst im Mittelmeer, verwandte Arten gibt es jedoch auch am Malaiischen Archipel und an den Südwestküsten Japans. Als besonders hochwertige Korallen betrachten Experten Stücke, die besonders groß sind, eine gleichmäßig verteilte Farbe aufweisen sowie eine intensive Rotfärbung haben. Gehen diese Faktoren einher mit einem tiefen Farbglanz, verleiht man diesen Stücken die Bezeichnung Ochsenblut oder auch Moro. Doch nicht nur in Rot, sondern auch in Orange, Gelb, Blau, Lavendel, Weiß und Schwarz kommen sie vor. Als Engelshaut wird die pudrig-rosa Koralle bezeichnet, die ebenfalls sehr begehrt ist und dementsprechend hochpreisig gehandelt wird. Aufgrund der übermäßigen Ernten sind die Korallenbestände stark dezimiert. Daher stehen heutzutage viele der 2500 Korallenarten unter Artenschutz. Die vom Artenschutz betroffenen Korallenarten sind überwiegend jedoch nicht für die Schmuckherstellung geeignet, da sie nicht die Eigenschaften besitzen, die für Schmuck benötigt werden.

Krappenfassung

Im Gegensatz zur Zargenfassung ist die Krappenfassung seitlich nicht geschlossen, sondern offen. Meist bestehen die Krappen aus feinen Drähten. Nach Anzahl der Drähte (Krappen) unterscheidet man Zwei-, Drei-, Vier-, Sechs- oder Acht-Krappenfassungen. Großer Vorteil der Krappenfassung ist die Lichtdurchlässigkeit und die hervorragende Blickfreiheit auf den Edelstein. Nachteil ist die Empfindlichkeit: Krappenfassungen sollten daher mehrmals im Jahr von einem erfahrenen Juwelenfasser überprüft werden.

Kugelschließe

Bei dieser Technik ist die Schließe in einer Kugel integriert. Es handelt sich dabei um eine Variante der Jörg-Heinz-Schließe mit einem sogenannten Bajonett-Verschluss. Durch gleichzeitiges Drücken und Drehen öffnet sich der in einer Kugel versteckte Verschluss. Aufgrund der runden Form sowie einfachen Handhabung eignet sich diese Schließe insbesondere für Perlenketten sehr gut.

L – M

Labradorit

Dieses Mineral beeindruckt mit einem glänzenden, regenbogenartigen Farbspiel. Blaue, grüne, gelbe sowie rot- und orangebraune Töne erstrahlen bei geeignetem Schliff auf der dunklen Oberfläche. Der Stein verdankt seinen Namen der kanadischen Halbinsel „Labrador“, auf welcher das Mineral im 18. Jahrhundert erstmals gefunden wurde. Große Vorkommen sind heutzutage in Kanada, Norwegen, Finnland, in der Ukraine und auf Madagaskar.

Lapislazuli

Der Lapislazuli besticht durch seine blaue Farbe mit zauberhaften weißen und goldfarbenen Einschlüssen. Besonders begehrt sind Steine mit einer tiefblauen Farbe und nur feinen Pyritadern. Der Name kommt aus dem Lateinischen von „apis“ (Stein) und „lazulum“ (blau). Dieses Gestein gibt es weltweit an mehreren Orten, wobei bedeutende Fundorte in Afghanistan, Chile, Russland und den USA sind.

Legierung

Das Wort legieren stammt ursprünglich aus dem lateinischen „ligare“ und bedeutet zusammenbinden, verbinden oder auch vereinigen. Bei einer Legierung handelt es sich um einen metallischen Werkstoff aus mindestens zwei Elementen, der den für Metalle typischen kristallinen Aufbau mit Metallbindung aufweist. Eine Goldlegierung besteht beispielsweise aus Feingold, Kupfer und Silber. Die hochkarätigste Goldlegierung ist 18-karätiges Gold. Allen 18 karätigen Goldlegierungen ist gemein, dass sie zu 75% aus Feingold bestehen. Je nach Farbe der Goldlegierung (Gelbgold, Roségold oder Rotgold) stellen die Elemente Kupfer und Silber die übrigen 25% Legierungsbestandteile.

Lupenrein

Lupenrein ist eine Qualitätsbezeichnung von Diamanten. Es ist einer von vier Kriterien zur Bewertung eines Diamanten. Dabei werden international normierte Standards zur Bewertung herangezogen. So gilt ein Diamant nur dann als lupenrein, wenn ein Fachmann bei 10-facher Vergrößerung keinerlei Unreinheiten entdeckt. Lupenreine Diamanten sind sehr selten. Nur etwa 1 von 1000 gefundenen Diamanten ist lupenrein (englisch: flawless). Die Steigerung ist die englische Bezeichnung „internally flawless“. Diese Steine weisen auch an der Oberfläche des geschliffenen Diamanten keinerlei Bearbeitungsspuren auf (siehe auch Vier C`s).

Lüster

Der Lüster einer Perle beschreibt die Härte ihres Glanzes. Der Glanz kann mit feinen Zwischenstufen metallisch oder aber sehr diffus sein. Die verschiedenen Perlenarten neigen zu unterschiedlich guten Lüstern. Den schönsten Lüster zeigen beispielsweise Akoya- Zuchtperlen. Dies hängt mit ihrer Entstehung in vergleichsweise kühlen Gewässern zusammen. Durch die niedrigere Wassertemperatur ist das Wachstum der Perlmuttkristalle langsamer und engmaschiger. Dies bewirkt ein besseres Reflexionsvermögen des Lichts an der Oberfläche der Perle (siehe auch Zuchtperlen).

Malachit

Die grüne Farbe des Malachits erinnert an die Blätter der Malven. Vermutlich lässt sich auch von eben dieser Pflanze der Name des Steins vom Griechischen „Malaché“ ableiten. Malachite beeindrucken durch die dunkelgrüne Grundfarbe und ihre feinen, runden Konturen und Linien. Vorkommen gibt es weltweit auf fast allen Kontinenten. Große Fundorte sind in Russland (Ural), Kongo, Simbabwe, Namibia, Australien, Chile und den USA.

Mandarin-Granat

Der Mandarin-Granat ist eine Varietät des Granats. Kennzeichnend für ihn ist die lebhafte orange Farbe. Besonders schön ist die hohe Lichtbrechung, wodurch der Stein über eine außergewöhnlich hohe Brillanz verfügt. Feinste Qualitäten sind mittlerweile selten geworden und kommen aus dem nördlichen Namibia. Der wertvollste Mandarin-Granat mit über 100 Karat wurde jedoch in Nigeria gefunden.

Mohshärte

Sowohl für den Edelsteinschleifer als auch den Juwelenfasser ist die Härte des Edelsteins von hoher Bedeutung. Weiche Steine sind sehr empfindlich und daher oft nicht für die Schmuckbearbeitung geeignet. Zur Ermittlung der Härte gibt es mehrere Skalen. Die gängigste angewandte Skala ist die Angabe der Ritzhärte nach Mohs, welche von Friedrich Mohs (1773-1839) entwickelt wurde. Hierbei wird nicht die absolute, sondern nur die relative Härte angeben. Edelsteine mit höherer Mohs-Härte vermögen Edelsteine mit geringerem Härtegrad zu ritzen. Die Skala umfasst zehn Härtegrade, wobei der Diamant mit 10 als härtestes Mineral angegeben wird. Materialien, die sich nicht gegenseitig beschädigen, haben die gleiche Mohshärte. Was die Mohs‘sche Härteskala verschweigt, ist, dass der Diamant mit Härte 10 rund 140 Mal härter ist als der Rubin mit dem Härtegrad 9.

Mondstein

Der Mondstein gehört zur Gruppe der Feldspate. Sein Name verrät viel über sein Erscheinungsbild, denn häufig hat er eine weiße Oberfläche mit bläulichem Schimmer, die dem Leuchten des Mondes ähnelt. Allerdings gibt es auch dunkle Varietäten. Die Hauptvorkommen des Mondsteins befinden sich in Sri Lanka, Indien und Myanmar.

Moosachat

Der Moosachat ist – anderslautend als sein Name – eine Varietät des Chalcedons und gehört somit zur Gruppe der Quarze. Die Farbe und Maserung des Steins erinnert aber in der Tat an Moos. Der Stein ist meist hellgrau, farblos oder milchig weiß mit moosgrünen Einschlüssen. Hauptsächlich wird der Moosachat in Indien, Botswana, Burma und den USA abgebaut.

N – P

Navette-Schliff (engl. „Marquise-Cut“)

Marquise-Schliff

Der Navette-Schliff hat eine längliche Form, die in zwei Spitzen ausläuft. Diese Form erinnert an einen Schiffsrumpf und wird daher auch häufig „Schiffchen“ genannt. Der Begriff „Navette“ kommt aus dem Französischen und bedeutet u.a. übersetzt Weberschiffchen. Der Schliff hat 57 Facetten, ebenso wie beim klassischen Brillanten. Das Feuer und Funkeln des Edelsteins wird stark betont und der Edelstein erscheint größer als in anderen Schliffformen, wobei jedoch auch Einschlüsse im Zentrum eher auffallen. Daher empfiehlt es sich, diesen Schliff nur bei Diamanten mit hoher Reinheit zu verwenden.

Onyx

Der Onyx ist eine opake Varietät des Chalcedon und gehört demnach zur Gruppe der Quarze. Der Stein ist bekannt für seine tiefschwarze Farbe. Der Onyx wird meist als Lagenstein, mehrschichtiges Mineral, gefunden, bei dem die untere Schicht schwarz und die obere Lage weiß ist. Die Oberfläche kann dabei wachsglänzend oder matt sein. Die Vorkommen des Onyxes liegen in Brasilien, Argentinien, Mexiko und Indien.

Opazität, opak

Opazität meint die Lichtundurchlässigkeit von Mineralien. Körnige, stänglige oder faserige Aggregate wie Chalcedon, Lapislazuli oder Türkis sind undurchsichtig (fachsprachlich opak genannt), weil sich das Licht hier an den vielen Grenzflächen immer wieder bricht, bis es schließlich vollends reflektiert oder absorbiert wird. Opake Edelsteine sind zum Beispiel Koralle oder Türkis.

Opal

Der Opal ist einer der wenigen amorphen Edelsteine ohne feste Kristallstruktur. Er besteht aus hydratisiertem Kieselgel, welches sich in Gelform bei der Entstehung in Spalten zu Opal verfestigt. Opale sind bekannt für ihr buntes Farbspiel. Winzige Farbpunkte und –blitze leuchten auf der Oberfläche auf und verändern sich je nach Betrachtungswinkel und Lichteinfall. Opale gibt es mit vielen verschiedenen Grundfarben, wobei jede auf seine Weise verzaubert. Besonders begehrt sind die opaken schwarzen Opale, deren Farbwechsel sich bei Bewegung von Rot nach Blau wandelt. Feueropale weisen nahezu kein Farbspiel auf, beeindrucken aber stattdessen mit transluzenten Orange-, Rot-, Gelb-, Grün- und Blautönen. Grundsätzlich werden Opale aufgrund ihrer sehr großen Vielfalt in acht verschiedene Klassen eingeteilt: 1) Jelly- bzw. auch Wasseropal 2) Kristallopal 3) Halbschwarzer Opal 4) Leuchtender Schwarzopal 5) Schwarzopal 6) Weißer Opal 7) Grauer Opal 8) Bernsteinfarbener Opal bzw. Feueropal. Der Name des Opals stammt aus dem Sanskrit von „upala“ und lässt sich mit „edler Stein“ übersetzen. Die Hauptvorkommen sind in Australien, kleinere Fundorte sind hauptsächlich in Nord- und Südamerika.

Oval-Schliff (engl. „Oval-Cut“)
Oval-Schliff

Der Oval-Schliff hat 58 Facetten und sorgt dafür, dass der Stein größer wirkt, als Brillanten mit der gleichen Karatzahl. Ringe mit dieser Schliffform lassen den Finger länglicher wirken. Auch für hängenden Ohrschmuck eignet sich der Oval-Schliff sehr gut.

Paraiba-Turmalin

Paraiba-Turmaline nehmen eine Sonderstellung unter den Turmalinen ein: Sie sind sehr wertvoll und echte Sammlerstücke. Doch woran liegt das? Paraiba-Turmaline sind äußerst seltene Edelsteine, seltener als Diamanten. Ihr Name geht zurück auf ihren ersten Fundort Ende der 80er Jahre im brasilianischen Bundesstaat Paraiba. Die kleinen Mienen dort waren jedoch sehr schnell erschöpft. Heute findet man Paraiba-Turmaline nur noch an sehr wenigen Vorkommen auf der Welt, z.B. in Nigeria und Mozambique. Das Besondere ist Ihre z. T. elektrisch anmutende, türkisblaue Farbe, die ihresgleichen sucht und sie zum „Popstar“ unter den Edelsteinen gemacht hat. Die große Nachfrage übersteigt das Angebot bei weitem. Das erklärt seit vielen Jahren ihren besonders hohen Wert – Tendenz steigend.

Pavé-Fassung

Der Name „Pavé“ ist französisch und bedeutet Straßenpflaster. Bei einer Pavé-Fassung wird eine Vielzahl rund geschliffener Edelsteine auf einer flachen oder gewölbten Fläche des Schmuckstücks dicht an dicht nebeneinander gefasst. Auf diese Weise entsteht ein dichtes Pflaster an Steinen, die ineinander zu verschwimmen scheinen und dadurch eine unvergleichbare Brillanz haben.

Perlen

Schmuck aus Perlen verleiht der Trägerin einen anmutenden Glanz. Doch nicht nur die Schönheit der Perlen beeindruckt, sondern auch ihre Entstehung. Bestimmte Muscheln und auch Schnecken produzieren Perlen aus einer Schutzreaktion heraus. Dringt ein Fremdkörper in die Muschel ein, wehrt sie sich dagegen. Entscheidend zur Perlenentstehung ist jedoch das Epithel, ein perlmuttbildendes Mantelgewebe, welches unter der Muschelschale sitzt. Das Epithel muss mit dem Fremdkörper in das Muschelinnere gelangen – nur so wird die Perlmuttbildung ausgelöst. In der Natur ist dies sehr selten. Noch seltener entsteht dabei eine Perle, die sich durch Form und Oberflächenbeschaffenheit für Perlenschmuck eignet.
Daher werden für die Schmuckherstellung weltweit Zuchtperlen verwendet. Solche Zuchtperlen sind ebenso echt wie Naturperlen. Der einzige Unterschied besteht darin, dass der Fremdkörper absichtlich in die Muscheln gelegt wird, um den Entstehungsprozess zu initiieren. Zwei bis fünf Jahre wachsen die Perlen dann in natürlicher Umgebung im Meer oder Flüssen in der Muschel. Schlussendlich eignen sich aber nur rund vier Prozent der Zuchtperlen für die Schmuckherstellung, weil die meisten Perlen nicht der Idealform entsprechen, sondern eher länglich, knotenartig oder tropfenförmig sind.
Man unterscheidet Salzwasserperlen von den Süßwassergattungen. Zu den Salzwasserperlen zählen Akoya-, Südsee- und Tahiti-Perlen. Zu den Süßwasserperlen zählen die allermeisten kernlosen Perlen aus chinesischen Flüssen und Seen. Unter den Süßwasserperlen nimmt die Kasumiga-ura-Perle aus Japan ob ihrer hervorragenden Qualität eine Sonderstellung ein.

Padparadscha

Der Padparadscha ist eine intensiv orangegetönte Varietät des Saphirs, die man ausschließlich auf Sri Lanka findet. Der Name kommt aus dem Singhalesischen und bedeutet Lotus-Blüte.

Peridot

Der Peridot gehört zur Mineralgruppe der Olivin, weswegen er auch oft als Olivin oder Chrysolith bezeichnet wird. Als einer der wenigen Steine gibt es den Peridot nur in einer Farbe – in Grün. Dabei reichen die Nuancen aber von apfel-, bis oliv-, über gelb- bis bräunlich grün. Besonders begehrt sind die Peridots in einem leuchtenden Grasgrün. Farbgebend ist Eisen. Der Name leitet sich vermutlich von dem griechischen Wort „peridona“, „in Fülle geben“, ab. Vorkommen des Peridots gibt es in den USA, in Pakistan, Myanmar, China, Südafrika und Ägypten.

Prasiolith

Der Prasiolith gehört zur Gruppe der Quarze. Sein Name leitet sich aus dem Griechischen von „prason“ für Lauch und „lithos“ für Stein ab. Manchmal wird er aufgrund seiner Farbe auch grüner Amethyst genannt. Außerdem ähnelt der Prasiolith dem Peridot und dem grünen Turmalin und kann leicht mit ihnen verwechselt werden. Der Prasiolith ist sehr selten und wird lediglich in Brasilien, England und Polen abgebaut (siehe auch Quarz).

Prinzess-Schliff (engl. „Princess-Cut“)
Princess-Schliff

Der Prinzess-Schliff gehört zu den jüngeren Schliffformen der Geschichte. Erst 1979 wurde der Schliff in seiner heutigen Form entwickelt. Meistens hat er 57 Facetten, es gibt ihn aber auch mit 76 Facetten. Dieser Schliff hat die größte Brillanz unter allen rechteckigen Schliffformen. Insgesamt besteht der Princess Cut aus zwei unterschiedlichen Schliffformen, dem Kardinalschliff auf dem Oberteil und dem Fächerschliff auf dem Unterteil. Daher wird beim Prinzess Schliff auch von einem gemischten Schliff gesprochen. Diamanten, die auf diese Art und Weise geschliffen wurden, sind häufig als zentrales Element auf Ringen, und hier insbesondere bei Verlobungsringen, zu finden

Punzierung

Eine Punzierung ist das Einschlagen eines Zeichens in das Metall eines Schmuckstücks. Die amtliche Punzierung gibt Auskunft über den Feingehalt eines Edelmetalls und ist gesetzlich vorgeschrieben. Die Feingehaltszahl gibt an, wie viel Feinmetall sich in 1.000 Teilen der Legierung befindet. Gold „750“ heißt zum Beispiel, dass von 1.000 Teilen Schmuckmetall ganze 750 reines Gold sind (siehe auch Karat). Im Atelier STOESS wird neben der Feingehaltszahl zusätzlich das STOESS-Signet gestempelt, das aus den Buchstaben ST besteht.

Q – R

Quarz

Als Quarz wird eine Mineraliengruppe bezeichnet, die nach der Feldspat-Gruppe am zweithäufigsten vorkommt. Quarz wird in zwei Hauptgruppen unterteilt wird, den makrokristallinen und den mikrokristallinen Quarzen. Zur Mineralgruppe der Quarze zählen u.a. Amethyst, Bergkristall, Citrin, Prasiolith und Rosenquarz. Quarzvorkommen gibt es weltweit.

Radiant-Schliff
Radiant-Schliff

Der Radiant-Schliff wurde erst Mitte der 70 er Jahre vorgestellt. Er ist die Weiterentwicklung des rechteckigen Emerald-Schliffs. Dies erkennt man an der Hinzunahme von kleinen Sternfacetten zu den langen, stufenartigen Facetten des Emerald-Schliffs. Damit vereint er die Eigenschaften von Brillant- und Emeraldschliff, wodurch die Brillanz deutlich gesteigert werden konnte. Er besteht aus 70 Facetten und der charakteristischen achteckigen Form mit abgeschrägten Ecken.

Rauchquarz

Der Name verrät viel über diesen Stein: Er gehört zur Mineralgruppe der Quarze und hat eine rauchbraune Farbe, die je nach Variation in graubraun oder fast schwarz zu finden ist. Ebenso wie der Bergkristall hat der Rauchquarz ein hohes Vorkommen. Fundorte sind in Brasilien, Madagaskar, Russland, den USA oder Mosambik (siehe auch Quarz).

Reinheit

siehe Clarity

Rhodinierung

Dieser Begriff wird häufig im Zusammenhang mit Weißgold verwendet. Das edle Metall besteht zu überwiegenden Teilen aus gelbem Feingold. Erst das Beimischen von Palladium – einem Platin-Nebenmetall – macht es weiß, besser gesagt: grauweiß. Daher wird es von manchen Herstellern auch Graugold genannt. Um ein strahlend weißes Weißgold zu erhalten, ist es international üblich, alle Weißgold-Legierungen zu rhodinieren, also mit einem galvanischen Überzug zu veredeln. Insbesondere bei Ringen, die – im Alltag getragen – einem starken Abrieb unterliegen, nutzt sich die Rhodinierung ab und muss dann erneuert werden. Bei normalen Gebrauch ist die Rhodinierung von Ringen alle 12 bis 24 Monate zu erneuern. Bei allen anderen Schmuckgattungen wie Ohrschmuck oder Halsschmuck ohne Abriebserscheinungen, hält die Rhodinierung üblicherweise ein Leben lang.

Rhodolith

Der Rhodolith gehört zur Gruppe der Granate und ist bekannt für seinen rosaroten Glanz. Manchmal kann er auch einen violetten oder himbeerroten Ton annehmen. Sein Name kommt vom Griechischen „rhodos“ = Rose und „lithos“ = Stein, auch Rosengranat. Fundorte sind hauptsächlich in Asien und Afrika, da insbesondere in Indien, auf Sri Lanka und auf Madagaskar (siehe auch Granat).

Rivière

Das Wort kommt aus dem Französischen und bedeutet Fluss oder fließend. Es beschreibt ein Collier oder Armband, das aus einer langen Reihe vieler Diamanten besteht, die zwar alle einzeln gefasst, aber im Verbund beweglich sind und dadurch einen fließenden Eindruck hinterlassen. Das Rivierenarmband ist ein Klassiker unter den Diamantschmuckstücken.

Rosenquarz

Der Rosenquarz gehört – wie der Name schon sagt -zur Gruppe der Quarze. Seine Farbe war namensgebend, denn seine Töne reichen von zartem Rosé bis hin zu kräftigem Pfirsichfarben. Die Hauptvorkommen liegen in Brasilien, China und Indien. Er ist ein transluzenter Edelstein, dessen Verarbeitung sich dank seiner Farbe in Rotgold anbietet (siehe auch Quarz).

Rubellit

Charakteristisch für den Rubellit ist seine rote Farbe, die sämtliche Rotnuancen umfasst. In einem kräftigen Rot ist der Stein am wertvollsten. Der Rubellit ist eine Varietät des Turmalins und wird hauptsächlich in Brasilien, den USA und Madagaskar gefunden (siehe auch Turmalin).

Rubin

Der Rubin gehört mit dem Saphir zur Gruppe der Korunde. Aufgrund der identischen mineralogischen Eigenschaften wird der Rubin daher auch häufig mit dem pinken Saphir verwechselt. Die optische Unterscheidung zwischen pinkem Saphir und Rubin ist mit zunehmender Rotsättigung fließend. Chemisch gesehen ist das Spurenelement Chrom für den Rubin farbgebend, während es beim pinken Saphir das Spurenelement Eisen ist. Das Farbspektrum der Rubine umfasst sämtliche Rottöne. Am begehrtesten sind sie in dem sogenannten Taubenblutrot, welches sich durch eine sehr intensive rote Farbe mit einem sehr zarten blauvioletten Ton kennzeichnet. Am gefragtesten, und durch hohe Werte gekennzeichnet, sind Rubine jener Farbgebung aus Myanmar, die sich durch eine sehr hohe Reinheit auszeichnen. Die Hauptmine in Myanmar ist jedoch weitestgehend erschöpft, daher sind inzwischen auch viele Rubine aus Mosambik im Handel. Weitere Fundorte sind in Thailand, Sri Lanka, Madagaskar und Tansania.

Rundiste

Die Rundiste ist Teil eines Edelsteinschliffs und bildet die umlaufende Kante zwischen Ober- und Unterteil. Die Rundiste ist der größte Durchmesser eines rund geschliffenen Edelsteins.

Rutilquarz

Die Besonderheit des Rutilquarzes sind die rötlichen und goldenen Einschlüsse im Kristall, die Rutilnadeln. Sie kommen meist nur in Bergkristallen oder Rauchquarzen vor und sind sehr selten. Vorkommen von Rutilquarz gibt es in Argentinien, Brasilien, den USA und auf Madagaskar.

S

Saphir

Der Saphir gehört wie der Rubin zur Mineralgruppe der Korunde. Sowohl Rubine als auch Saphire sind sehr wertvoll und können beachtliche Preise erzielen, die sogar gleichwertige Diamanten überbieten. Beim Saphir denkt man zunächst an die blaue Varietät, nach der der Stein auch benannt wurde (griechisch „sappheiros“ für blauer Stein). Jedoch gibt es den Saphir in allen Farben, u.a. in Orange, Gelb und Grün bis hin zu rosa, violett, braun und farblos. Die roten Varietäten sind Rubine. Die Hauptabbaugebiete sind in Sri Lanka, Indien, China, Thailand und Tansania, wobei die Saphire aus Pakistan aus der Region Kashmir die höchsten Marktwerte erzielen. Typisch für jene Saphire ist ihr leuchtendes Kornblumen-Blau.

Sautoir

Sautoirs sind sehr lange Ketten, die bis zur Taille reichen und eine Länge von bis zu 120 Zentimetern haben können. Häufig werden sie ohne Verschluss gearbeitet. In anderen Fällen besitzen sie unsichtbare Schließen, durch die sie auch mehrreihig getragen werden können. Das Sautoir war Coco Chanels Lieblingsschmuck und wird daher auch Chanel-Kette genannt.

Schiene

Die Schiene ist ein wichtiger Teil jeden Rings, der fast den gesamten Finger umschließt. Die Ringform an sich unterteilt man in Ringschiene, Ringschultern (rechts und links neben der Fassung) und den Ringkopf (Fassung). Die Ringschiene kann verschiedene Profile haben: gerade oder gerundet. Der Verlauf der Ringschiene zum Ringkopf kann in gleicher Breite sein (gleichlaufend) oder aber nach oben breiter werden (verlaufend).

Schlangenkette

Die Schlangenkette ist geschmeidig und beweglich, daher ihr Name. Ihre Oberfläche wirkt nahezu geschlossen und fast glatt. Sie eignet sich sehr gut zum Tragen von Anhängern.

Schliff

siehe Cut

Smaragd

Der Begriff Smaragd kommt vom griechischen Wort „smaragdos“ und bedeutet „grüner Stein“. Smaragde mit einer intensiven grünen Farbe und keinen Einschlüssen sind sehr selten und erzielen Höchstpreise. Generell besteht der Smaragd aus einer für ihn typischen großen Anzahl winziger Einschlüsse, die sich wie ein phantasievoller grüner Schleier durch den Stein ziehen. Man bezeichnet dieses Erscheinungsbild auch als „jardin“, französisch für „Garten“ Ein annehmbarer „jardin“ beeinträchtigt den Wert eines Smaragdes nicht, solange er sich nicht störend auf die Farbe und Transparenz eines Steines auswirkt. Insofern ist man bei der sogenannten Augenreinheit des Smaragds etwas toleranter als bei allen anderen Edelsteinen. Wichtiger als die Reinheit ist sein Farbton. Hierbei unterscheidet man nach Herkunft: Smaragde aus dem Muzo-Gebiet in Kolumbien zeichnen sich durch ein warmes, leicht gelbliches Grasgrün aus. Steine aus Chivor in Kolumbien sind blaugrün. Diese Steine sind meist qualitativ hochwertig und erzielen dadurch hohe Preise. Brasilianische Smaragde sind normalerweise heller als kolumbianische Steine. Smaragde aus Sambia zeigen einen leicht bläulichen Unterton. Steine aus Simbabwe einen leicht gelblichen.

Smaragd-Schliff (engl. „Emerald-Cut“)
Emerald-Schliff

Der Smaragd-Schliff kennzeichnet sich durch die rechteckige Form mit abgerundeten Ecken. Zudem hat er eine große, offene Tafel. Das Lichtspiel kommt hier nicht so zur Geltung wie beispielsweise bei dem Brillant-Schliff. Dafür wird die Reinheit des Diamanten betont. Daher sollte bei der Wahl dieses Schliffs sehr auf die Reinheit des Steins geachtet werden. Aufgrund der zur Tafel treppenartig nach oben führenden Facetten, wird der Schliff auch Treppenschliff genannt.

Solitaire

Das Wort kommt aus dem Französischen und bedeutet einzeln oder Einsiedler. Darunter versteht man ein Schmuckstück, das im Zentrum aus einem Diamanten stattlicher Größe besteht. Manchmal wird damit insbesondere ein Ring beschrieben, in dessen Fassung ein größerer Diamant verarbeitet ist und dadurch besonders gut zur Geltung kommt. In der Regel sind Verlobungsringe Solitaire-Ringe.

Spaltbarkeit

Die Spaltbarkeit ist eine Eigenschaft mancher Edelsteine. Entlang bestimmter Kristallebenen lassen sich diese Steine spalten und weisen an den Bruchstellen dann vollkommen ebene Flächen auf. Die Spaltbarkeit kann vollkommen, gut oder undeutlich sein. Es gibt auch Edelsteine ohne Spaltbarkeit. Insbesondere für den Edelsteinschleifer spielt die Spaltbarkeit bei der Verarbeitung eines Edelsteins eine große Rolle, die er sich bei seiner Arbeit zunutze macht. Auch für den Edelsteinfasser ist die Kenntnis der Spaltbarkeit wichtig, denn schon ein kleiner Schlag oder übermäßiger Druck kann einen Edelstein spalten lassen.

Spessartin

Der Spessartin gehört zu Gruppe der Granate. Aufgrund seiner rötlich-orangenen Färbung wird er fälschlicherweise häufig mit dem Mandarin-Granat verwechselt. Den Namen hat der Stein von seinem Fundort im deutschen Mittelgebirge „Spessart“ nahe Aschaffenburg. Dort befindet sich aber keine größere Fundstelle, stattdessen kommen die handelsüblichen Steine aus den größeren Vorkommen aus den USA, Sri Lanka, Indien, Namibia, Madagaskar und Nigeria (siehe auch Granat).

Spinell

Der Spinell ist ein Stein, der erst seit 150 Jahren als eigenständiges Mineral anerkannt wird. Vorher wurde er zu den Rubinen gezählt. Ob rosa, rot, pink, blau, gelb oder braun – die Farbvielfalt des Spinells ist groß. Besonders beliebt sind rubinrote Steine. Der Begriff Spinell kommt vom lateinischen „spinella“ und bedeutet übersetzt „kleiner Dorn“. Dies nimmt Bezug auf die kleinen Spitzen dieses Kristalls. Die Hauptvorkommen sind in Myanmar (Burma), Sri Lanka, Kambodscha, Pakistan, Tadschikistan, Tansania, Madagaskar, Nigeria, Namibia und Afghanistan.

Südsee-Zuchtperle

Die Südseezuchtperle wird in der Perlauster Pinctada Maxima im Pazifischen Ozean gezüchtet. Dafür wird ein Gewebeteil einer fremden Muschel in die Zuchtmuschel eingepflanzt. Dieser fremde Anteil bestimmt über die Farbigkeit der entstehenden Perle. Diese können silbrig, gold, aber auch gelb, creme oder blau sein. Die Perlauster ist mit einer Größe von 30-40 cm sehr groß, wodurch auch eine große Perle mit einem Durchmesser von 10-20 mm, selten auch darüber, in ihr wachsen kann. Auch die Perlmuttschicht ist dicker als bei den Akoya-Zuchtperlen, was ihr eine lange Lebensdauer verschafft. Auch deswegen wird sie als „Königin der Zuchtperlen“ bezeichnet. Der Glanz der Südseeperle ist meist nicht metallisch – wie bei der Akoya-Zuchtperle – sondern hat eher einen seidigen Charakter mit einem subtilen Farbenspiel (siehe auch Perlen).

Süßwasser-Zuchtperle

Die Süßwasser-Zuchtperlen werden seit Anfang der 70er Jahre in chinesischen Gewässern in der Austerart „Hyriopsis cumingii“ gezüchtet. Die Perlen können weiß und cremeweiß sein, aber auch dunkles Weinrot und Violett haben. Typisch für die chinesischen Süßwasserperlen sind ihre kernlose Züchtung, ihr oftmals leicht unrundes Erscheinungsbild und eine schleierartige Oberfläche, die nicht selten zu Lasten des Glanzes geht. Inzwischen gibt es aber auch sehr gute Qualitäten, die dann einen ansehnlichen Wert erzielen. Grundsätzlich sind die Süßwasser-Zuchtperlen aus China die günstigsten Zuchtperlen. Dies hängt auch mit dem Umstand zusammen, dass in einer Auster bis zu 30 Perlen auf einmal entstehen können. In allen anderen Austernarten kann nur eine einzige Perle wachsen (siehe auch Perlen).

Synthese

Synthesen sind künstliche, durch den Menschen hergestellte Produkte, die einem natürlichen Vorbild in allen chemischen und physikalischen Eigenschaften entsprechen. Synthesen sind schon seit Beginn des 19. Jahrhunderts bekannt und haben eine lange Tradition. Heute gibt es fast keinen Edelstein, der nicht schon einmal synthetisch hergestellt wurde. Im Handel müssen sie den Zusatz „Synthese“ tragen.

T – U

Tafel

Edelsteine gibt es in einer nahezu unüberschaubaren Anzahl verschiedener Schliffarten, damit ihre Farbe und Brillanz besonders gut zur Geltung kommen. Diese Schliffarten zeichnen sich durch verschiedene Grundformen (rund, oval, eckig) und Schliffausführungen (Treppenschliff, Kardinalschliff, Fächerschliff, etc.) aus. Nahezu allen Schliffarten gemein ist die Tafel als größte, dem Betrachter zugewandte Facette.

Tahiti-Zuchtperle

Die Tahiti-Zuchtperle wird in der schwarzlippigen Auster „Pinctada Margaritifera“ gezüchtet. Dadurch sind die entstehenden Perlen auch von dunklen Farbtönen geprägt. Die Farbpalette reicht von silbergrau, grüngrau, bronzefarben bis hin zu dunkelgrau und schwarz. Seit den 60er Jahren werden diese Perlen in Französisch-Polynesien und auf den Cook-Inseln im südlichen Pazifik gezüchtet. Tahiti-Zuchtperlen erreichen im Allgemeinen Durchmesser zwischen 8 und 13 Millimetern und wachsen in ihrer Mutterauster meist in einem Zeitraum von 16 bis 24 Monaten heran (siehe auch Perlen).

Tigerauge

Das Tigerauge gehört zur Gruppe der Quarze. Dieser opake Edelstein ist bekannt für sein besonderes Lichtspiel auf der Oberfläche, wenn er zu einem Cabochon (runder oder ovaler Schliff) geschliffen wurde. Das Lichtspiel wirkt wie die Pupille einer Katze, weswegen dieser Effekt auch Katzenauge-Effekt genannt wird. Das Tigerauge gibt es in honigfarbenen, goldgelben und goldbraunen Farbnuancen. Der Stein ist nah verwandt mit dem Falkenauge. Die Hauptvorkommen liegen in Australien, Myanmar, Indien und Südafrika (siehe auch Quarz).

Topas

Den Topas gibt es in einer beeindruckenden Farbvielfalt: von Blau über Violett, Rot, Hellgelb, Gelbbraun bis hin zu Farblos. Am häufigsten kommen die gelben Steine vor, die aber oft mit dem Citrin verwechselt werden. Die Namensgebung ist umstritten: Entweder kommt der Begriff aus dem Sanskrit von „tapaz“ für „Feuer“ oder der Stein wurde nach einer Insel im Roten Meer benannt, die einst „Topazios“ hieß. Der Topas wird weltweit gefunden. Vorkommen sind Brasilien, Australien, Russland, USA, Mexiko, Simbabwe, Namibia, Madagaskar, Pakistan, Russland, Sri Lanka, Japan und Myanmar.

Transluzenz, transluzent

Wenn das Licht einen Edelstein stark geschwächt verlässt, spricht man von durchscheinenden Edelsteinen, fachsprachlich transluzente Edelsteine genannt. Beispiele sind der Chalcedon, Feueropal oder Rosenquarz.

Transparenz, transparent

Für die meisten Edelsteine ist die Transparenz (Durchsichtigkeit) ein Wertfaktor. Einschlüsse oder Luftblasen wie auch Risse im Kristallinneren beeinträchtigen die Transparenz. Die Lichtdurchlässigkeit kann auch durch starke Absorption des Lichts im Kristall behindert werden. Körnige, stänglige oder faserige Aggregate wie Chalcedon, Lapislazuli oder Türkis sind undurchsichtig (fachsprachlich „opak“ genannt), weil sich das Licht hier an den vielen Grenzflächen immer wieder bricht, bis es schließlich vollends reflektiert oder absorbiert wird.

Tropfen-Schliff (engl. „Pear-Cut“)
Tropfen-Schliff

Wie der Name schon sagt, erinnert diese Schliffform an einen Tropfen, da das eine Ende rund ist wie beim Brillantschliff und das andere wie beim Navette-Schliff spitz zuläuft. Die Farbe ist oft zur Spitze hin sichtbarer, weswegen bei der Wahl dieses Schliffs genau darauf geachtet werden sollte, dass der zu schleifende Diamant eine hohe Farbqualität hat.

Tsavorit

Der Tsavorit gehört zur Gruppe der Granate und beeindruckt durch seine leuchtend grüne – nicht rote Farbe, an die man zunächst beim Granat denkt. Diese Farbe ähnelt dem Grün des Smaragds sehr. Im Unterschied zum Smaragd beeindruckt der Tsavorit mit seinem intensiven Grün bereits in kleinem Durchmesser von rund 1 Millimeter. Aus diesem Grund wird der Tsavorit häufig in Pavé Fassungen verwendet. Der Tsavorit ist nach dem Tsavo-Nationalpark in Kenia, seinem Fundort benannt. Tsavorite sind bereits ab einem Gewicht von 2 Karat sehr kostbar. Die Hauptvorkommen sind in den benachbarten Staaten Tansania und Kenia (siehe auch Granat).

Turmalin

Der Turmalin ist der einzige Edelstein, den es tatsächlich in allen Farben gibt. Sein Farbspektrum reicht von blau über rot, grün, schwarz oder auch pink. Manche Steine haben sogar mehrere verschiedene Farben in einem einzigen Kristall, die entlang der Längsachse „verlaufen“. Besonders bekannt sind der grüne Turmalin und der rosa bzw. rote Turmalin (Rubellit). Der Begriff Turmalin leitet sich vom singhalesischen Begriff „turmali“ ab. Es bedeutet übersetzt „Stein mit gemischten Farben“. Der Turmalin lässt sich weltweit finden, besonders in Mexiko, Brasilien, USA, Simbabwe, Namibia, Madagaskar, Südafrika, Mozambique, Afghanistan, Kenia, Tansania, Sri Lanka, Myanmar, Russland und Nigeria.

Türkis

Die Farben des Türkis reichen von himmelblau über blaugrün bis apfelgrün. Manchmal ist der Stein von braunen, grauen oder schwarzen Adern durchzogen. Er gehört zu den am längsten bekannten Edelsteinen der Welt und wurde schon von den Ägyptern, Azteken und Persern geschätzt. Im Iran ist er der Nationaledelstein, wo sich auch die Steine mit bester Qualität finden lassen. Weitere Vorkommen sind in den USA, Mexiko und China.

Ultraschall-Bäder

Ultraschall-Bäder sind spezielle Reinigungsgeräte für Schmuckstücke und Uhrengehäuse bzw. -armbänder. Durch Zusatz spezieller Reinigungsmittel lösen sich Schmutzrückstände insbesondere durch die Ultraschallwellen im Bad.

V – Z

Varietät

Edelsteine werden in Hauptgruppen, sogenannte Mineralgruppen unterteilt. Die Mineralgruppen werden weiter in Varietäten aufgeteilt, die sich meist durch ihre Farbe voneinander unterscheiden. In der Mineralgruppe der Quarze gibt es beispielsweise den Amethyst als violette Varietät oder den Rosenquarz als rosa Varietät. Der Rubellit zum Beispiel ist eine rote Turmalin-Varietät.

Vier C`s: Carat, Cut, Colour, Clarity

Auch wenn die Entscheidung für einen Diamanten von persönlichem Empfinden und Geschmack abhängen kann, gibt es weltweit normierte, objektive Qualitätskriterien. Dies sind die sogenannten vier C`s. Diese Kriterien bestimmen den Wert eines Diamanten und damit auch seinen Preis: Cut (der Schliff), Colour (die Farbe), Clarity (die Reinheit) und Carat (sein Karat-Gewicht). Keine zwei Diamanten sind gleich, selbst wenn sie dem bloßen Auge identisch erscheinen. Man muss die Vier C`s und die Möglichkeiten ihrer Kombination kennen, um zu verstehen, warum zwei Diamanten gleicher Größe sehr unterschiedliche Preise haben können. Die große Bandbreite an Preisen für einen Diamant gleicher Größe ist zugleich sein großer Vorteil: Denn für nahezu jedes Budget gibt es den passenden Diamanten.

Zargenfassung

Bei der Zargenfassung wird der Edelstein durch einen ringsum laufenden Blechstreifen eingefasst. Es ist eine der ältesten Fasstechniken und bietet jedem Edelstein einen hervorragenden Halt. Nachteil dieser Fassung ist, dass der Edelstein ringsum durch Metall ummantelt ist und dadurch weniger Licht erhält als bei der Krappenfassung. Für undurchsichtige (opake) Edelsteine oder sehr empfindliche Edelsteine sind Zargenfassungen eine gute Wahl.

Zirkon

Der Zirkon ist ein natürlicher Edelstein und nicht mit dem Zirkonia (synthetisch hergestellte Diamantimitation) zu verwechseln. Er besitzt eine große Farbvielfalt, darunter viele Gelb-, Rot-, und Brauntöne. Ihm wird nachgesagt, dass er einer der wenigen Steine ist, dessen Lichtbrechung dem Diamanten nahe kommt. Woher der Name des Zirkons stammt, ist nicht vollständig geklärt. Vermutlich kommt er von dem persischen Wort „zar“ für Gold. Große Vorkommen sind in Myanmar, Sri Lanka, Thailand und Nigeria.

Zirkonia

Zirkonia ist eine sehr preiswerte, synthetisch hergestellte Diamantimitation, die in Modeschmuck weit verbreitet ist. Die optischen Eigenschaften kommen dem des Diamanten zwar nahe, dennoch ist der Zirkonia durch den Fachmann leicht vom Diamanten zu unterscheiden: Dichte, Glanz und Härte und weitere gemmologische Eigenschaften weisen deutliche Unterschiede auf. Der Zirkonia ist nicht mit dem Zirkon zu verwechseln, einem natürlich entstandenen Edelstein.

Zopfkette

Die Zopfkette verdankt den Namen ihrem Aussehen. Die Kette ist wie ein enger, sehr dichter Zopf geflochten.

Zuchtperle

siehe Perle