Die Marine Equation Marchante von Breguet weist einige beeindruckende Funktionen auf, die ihresgleichen suchen und sie zu einer außergwöhnlichen Armbanduhr mit beindruckenden Fähigkeiten machen. Zunächst vermag die Uhr den Unterscheid zwischen unserer irdischen Zeit zu der wahren Sonnenzeit anzuzeigen. Diese Funktion nennt man Zeitgleichung oder auf Englisch Equation of time. Was ist der Hintergrund dieser Funktion? Während wir auf der Erde jeden Tag des Jahres mit exakt 24 Stunden messen, weichen die in Abhängigkeit des Sonnenstandes zur Erde varrierenden Taglängen zwischen 0 und etwa 16 Minuten pro Tag von unserer irdischen Zeit ab. Das hat seine Ursache darin, dass die Erde in Wahrheit keine kreisrunde, sondern eine elliptische Umlaufbahn um die Sonne vollzieht. Mit anderen Worten schwankt die Entfernung der Erde von der Sonne im Jahresverlauf, wodurch auch die Tage unterschiedlich lang sind. Die elliptische Umlaufbahn der Erde um die Sonne wird auf dem Zifferblatt der Uhr auf dem Tourbillonkäfig dargestellt. Sogar die aktuelle Position der Erde auf dieser Umlaufbahn wird mithilfe des Indikators am oberen Ausschnitt des Tourbillons angezeigt.
Der ewige Kalender vermag es alle Kalenderfunktionen automatisch einzustellen, ganz gleich, ob der Monat 29, 30 oder 31 Tage hat. Selbst das Schaltjahr, in dem der Februar ausnahmsweise nur 28 Tage hat, wird vom Uhrwerk automatisch berücksichtigt. Wohlgemerkt geschehen alle diese Anzeigen auf rein mechanischer Basis mit winzigen, Zahnrädchen, Trieben, Federn und Schräubchen.
Der Tourbillonkäfig mit seiner Unruh auf der 5 Uhr-Position dreht sich einmal in der Minute um 360 Grad. So werden die Einwirkungen der Schwerkraft auf die Unruh ausgeglichen. Als das Tourbillon Anfang des 19. Jahrhunderts von Breguet erfunden wurde, trugen die Menschen noch Taschenuhren bei sich. Diese befanden sich in der Hosen- oder Westentasche stets in der gleichen Position, was dazu führte, dass die Schwerkraft sehr einseitig auf die Unruh einwirkte. Dies wiederum führte zu erheblichen Gangungenauigkeiten. Das Tourbillon löste diese Aufgabe und war zu Zeiten seiner Erfindung der Inbegriff von sehr genau gehenden Taschenuhren. Heute wird das Tourbillon überwiegend in Armbanduhren eingesetzt. Es ist Ausdruck des geschichtlichen Erbes von Abraham Louis Breguet und ein Symbol für uhrmacherische Finesse, die nur renommierte Uhrenhersteller beherrschen.
Eine optische Augenweide ist die gravierte Rückseite des Uhrwerks. Durch den peripheren Aufzugsrotor bleibt der Blick auf das wunderschön dekorierte Uhrwerk durch das rückseitige Saphirglas jederzeit frei.
Ob es sich um extraflache Modelle oder um Uhren mit sehr aufwendigen Uhrwerken handelt: die Classique-Linie ist eine Hommage an die seit Jahrhunderten überlieferten Kunstfertigkeiten der Schweizer Uhrenmanufaktur Breguet. Ihre Uhren folgen den technischen Richtlinien, der Uhrmacherkunst und den traditionellen Werten des Meisteruhrmachers Abraham Louis Breguet (1747 – 1823). Abraham Louis Breguet gilt als einer der größten Uhrmacher der Geschichte und ist der Erfinder bahnbrechender Errungenschaften, die bis heute in vielen mechanischen Uhren – auch markenübergreifend – zum Einsatz kommen. Dazu zählen der automatische Selbstaufzug, die Parachute-Stoßsicherung, die Minutenrepetition oder das Tourbillon.
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